Heute

Der TSV Ganderkesee ist der größte Mehrsparten Sportverein im Ort und einer der größten im Landkreis Oldenburg.

Der Mitgliederstand beträgt 2.301 Mitglieder. Davon sind 1.219 Mitglieder männlich und 1082 weiblich.

1056 Mitglieder sind unter 18 Jahre alt und 1267 Mitglieder ( ca. 55% ) unter 27 Jahre alt. Mit 1016 Mitgliedern ist die Turnabteilung am stärksten vertreten, gefolgt von der Fussballabteilung mit 615 Mitgliedern und den Handballern mit 329 Mitgliedern.

Die Judoabteilung sowie die Volleyball weisen fast 100 Mitglieder auf.

Der TSV freut sich, dass, im Gegensatz zu rückläufigen Mitgliederzahlen in anderen Vereinen der Zuspruch beim TSV ungebrochen ist und ein stetiger Anstieg der Mitgliederzahlen eine Bestätigung der geleisteten Arbeit darstellt.

 

Gestern

Das Kreisblatt berichtete im Jahre 1892:
Ganderkesee. Am letzten Sonnabend fand bei Gastwirt Grundmann eine Versammlung statt, um einen Turnverein zu gründen. Der Zweck wurde erreicht.

Der neue Verein heißt "Turnerbund Ganderkesee". Es traten dem Verein gleich 18 Mitglieder bei, doch steht zu hoffen, das noch viele junge Leute als Turner beitreten werden, da der Werth des Turnens für die Gesundheit so wie für die Militärzeit bekannt ist. Als Übungszeit ist der Mittwoch Abend von 8 bis 10 Uhr bestimmt. Der Turnrath besteht aus Lehrer Harms (Sprecher), Uhrmacher W. Engelbart (Turnwart), Lehrer Lehmkuhl (Schriftführer) und Kaufmann Peters (Kassenführer).

Aus der Vereinsgeschichte
Wenn wir in alten Unterlagen blättern, erfahren wir viel Interessantes über die Entwicklung der Turn- und Sportbewegung Ganderkesee in den vergangenen über 110 Jahren. Nur wenige ältere Bürger des Ortes erinnern sich noch daran, dass sich hier einmal zwei Vereine um das turnerische Leben bemühten.
Sicher wurden manche Aktivitäten durch die beiden konkurrierenden Gruppen gefördert, aber gewisse Spannungen waren wohl auch kaum vermeidbar.
Den vielen Vorbildern in der Nachbarschaft folgend, kamen am 10.12.1892 18 Personen in der Gastwirtschaft Grundmann zusammen, um einen Turnverein unter dem Namen "Turnerbund Ganderkesee" zu gründen.
Gewählt wurden zum 1. Vorsitzenden Uhrmacher Wilhelm Engelbart, zum 2. Vorsitzenden Landwirt Diedrich Tönjes.
Erster Vorturner wurde der Lehrer Theodor Harms, dadurch konnte auch eine gute Verbindung zur hiesigen Volksschule hergestellt werden.
Bemerkenswert erscheint, das der Ganderkeseer Turnerbund bis 1909 dem Turnerbund Südoldenburg angehörte und im Jahre 1902 für diesen Verband das Verbandsturnfest ausgerichtet hat.
Im Jahr 1904 brannte der Gasthof "Zur Eiche" ab, damit verlor der Verein sein Turnlokal mit vielen wertvollen Geräten und der gesamten Theatergarderobe. Glücklicherweise konnte man den Turnbetrieb in der Gastwirtschaft "Zur Linde" fortsetzen. Nach dem Wiederaufbau der "Eiche" kehrte man allerdings in dieses Lokal zurück.
Im Jahre 1905 kam es dann zur Gründung der "Freien Turnerschaft Ganderkesee".
Dieser Verein schloss sich dem Arbeitersportbund Leipzig an.
Die Turnabende wurden zu der Zeit in der Gaststätte "Zur Linde" durchgeführt.
Als erster Vorsitzender wurde Johann Ahlers, Wolfsheide, gewählt.
Nunmehr gab es in den beiden benachbarten Lokalen an der Kirche zwei verschiedene Losungen, sie lauteten:

In der "Eiche" der "Deutsche Turnerbund": Frisch-Fromm-Fröhlich-Frei

In der "Linde" der "Arbeitersportbund": Frisch-Frei-Stark-Treu

Im Ganderkeseer Turnerbund kam es bereits im Jahre 1909 zur Einrichtung einer Frauenabteilung. Diese Gruppe erfreute sich eines ständig steigenden Zuspruchs junger Frauen und Mädchen, die den Wert einer turnerischen Betätigung schon damals erkannt hatten.
Nach dem 1. Weltkrieg nahm das Leben in den Turnvereinen wieder einen besonderen Aufschwung, auch in den Ganderkeseer Vereinen.

1925 hatte der "Turnerbund Ganderkesee" das Verbandsturnfest der Deutschen Turnerschaft auszurichten.
Besondere Aktivitäten investierten beide Vereine in zwei verschiedene Objekte.
1922/23 befasste sich der Turnerbund Ganderkesee mit Plänen zur Errichtung einer Turnhalle.
Viele Tausend Mark wurden Zusammengebracht, die aber leider durch die Inflation wertlos wurden. Lediglich 5000 Steine, die ihren Wert nicht verlieren konnten, blieben als Grundstock übrig.
Man verzagte jedoch nicht, durch Basare und erneute Spenden konnte ein Grundkapital zusammengebracht werden, so dass im Jahre 1927 die erste Ganderkeseer Turnhalle erstellt werden konnte.
Unerwähnt bleiben darf auch nicht, dass die Kirchengemeinde am Habbrügger Weg ein Grundstück der Größe von 40 Hektar zur Verfügung stellte, das auch die Einrichtung eines Spiel- u. Sportplatzes ermöglichte.

Ebenfalls im Jahr 1927 erwarb die freie Turnerschaft ein unwirtliches, hügeliges und sandiges Gelände an der Birkenallee.
Unter unsäglichen Mühen, durch den freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder entstand ein Sportplatz, aus dem nach vielen Aus- u. Umbauten das heutige Stadion entstand.
Besonders zu erwähnen wäre hier Karl Denker vom kleinen Esch, ohne dessen besonderen Einsatz das Werk nicht zustandegekommen wäre.
Zu seinen Ehren wurde am Rande der Westtribühne im Jahre 1961 eine Kastanie gepflanzt.
Die Folgezeit bis zum Anfang der 30er Jahre kann man wohl als eine Blütezeit beider Turnvereine bezeichnen. Es herrschte ein reger Turnbetrieb. Bei den Wettkämpfen wurde mancher Turniersieg mit nach Hause gebracht.
Beim Blättern in einigen Familienalben fanden wir noch einige Fotos, die uns den Eindruck aus dieser Zeit vermittelten.
Im Jahre 1933 mit der "Machtübernahme" wurde der lebhaften Entwicklung plötzlich Einhalt geboten. Die "Freie Turnerschaft" wurde von Amtswegen kurzerhand aufgelöst, Geräte und Musikinstrumente -es hatte sich ein Trommel- u. Pfeifenkorps gebildet- eingezogen und jegliche selbstständige Betätigung untersagt.
Alle Begeisterung für die schöne Turnsache verwandelte sich in Missmut.
Der Turnerbund Ganderkesee kam zunächst etwas glimpflicher davon.
Er wurde in den NSRL eingegliedert und galt als ein der Partei angeschlossener Verband. Wirkliches turnerisches Leben konnte sich aber nicht mehr entfalten.
Mit Beginn des Krieges kam dann alles zum erliegen. Die Turnhalle wurde mit ausländischen Arbeitskräften belegt, und als der Krieg beendet war, waren alle Einrichtungen so gut wie zerstört.
Nach dem Kriege ging man schon bald mit frischem Geist wieder an die Arbeit, um den Turn- u. Sportbetrieb erneut zu beleben.
Am 2. Weihnachtstag des Jahres 1945 wurde unter dem Namen "Turn - und Sportverein e. V." ein neuer Verein gegründet.
Alle Mitbegründer waren sich darin einig, dass in unserem Ort nie wieder zwei Sportvereine nebeneinander bestehen sollten.
Von besonderer Bedeutung stellte sich später heraus, dass in den Statuten festgelegt wurde:
Der Turn- und Sportverein e. V. tritt die Nachfolgeschaft der Freien Turnerschaft und des Turnerbundes Ganderkesee an."
Durch diesen Zusatz ergab es sich, dass nach dem Wiedergutmachungsgesetz die Turnhalle und der Sportplatz an diesen Nachfolgeverein zurückgegeben werden mußte.
In der Folgezeit stellte sich doch heraus, dass diese beiden Anlagen vom Verein nicht unterhalten werden konnten. Zunächst wurde die Turnhalle von der Gemeinde übernommen.
Sie wurde gründlich überholt, erweitert und mit neuen Geräten ausgestattet.
Dem Verein wurde von der Gemeinde vertraglich das freie Nutzungsrecht zugesichert.
Später vervollständigte die Gemeinde diese Anlage durch den Anbau eines Jugenheimes (heute ist hier die Bibliothek untergebracht).
In den 50er und 60er Jahren bemühte sich der Verein laufend um eine Verbesserung der Sportanlagen in der Gemeinde Ganderkesee.
Hierfür wurde nach erfolgreichen Verhandlungen ein Grundstück an der Dürer Str. freigehalten, später erstellte die Gemeinde dann die Grundschule Dürer Straße sowie weitere Sportanlagen auf diesem Grundstück.
1976 konnte sich der Verein, wie auch eine Vielzahl anderer Vereine, die Kosten für die Unterhaltung eigener Sportanlagen nicht mehr leisten und so wurde das Stadion ebenfalls an die Gemeinde abgetreten. In der Folgezeit wurde das Stadion durch die Gemeinde modernisiert.
Die zum Stadion gehörende Schießanlage wurde 1957 in Zusammenarbeit mit dem Schützenverein von 1890 e.V. erbaut.
1974 gab der TSV Ganderkesee sein Miteigentum an der Schießanlage und des Schützenhofgeländes an den Schützenverein zurück.
Durch die Erweiterung der Sportanlage an der Dürer Straße standen dem Verein nunmehr zwei Spielflächen für Fußball und zwei Faustballfelder zur Verfügung.
Mit Unterstützung der Gemeinde und durch einen Sonderbeitrag der Vereinsmitglieder entstand 1981das Vereinsheim an der Dürer Straße mit zwei Umkleidekabinen, einem Aufenthaltsraum und einem Abstellraum.
Diese Sportanlage war mit stetigem Wachstum der Gemeinde Ganderkesee jedoch auch zu klein geworden, so dass die Anlage am Immerweg entstand. (Alle Fakten hierzu finden Sie unter Bau der Sportanlage)
Heute bietet der TSV Ganderkesee mehr als 2000 Mitgliedern in 14 Sportarten eine Heimstätte.

TSV - Ganderkesee

 

Immerweg 60
27777 Ganderkesee

Tel:  04222 5404
        04222 946611
Fax: 04222 946612

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